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3. Individuelle Prophylaxe für Kinder & Schwangere

Eine Schwangerschaft und das Entstehen und Wachsen einer Familie sind immer ein Grund zur Freude. Bestimmt können Sie es kaum erwarten, bis Sie Ihren kleinen Schatz im Arm halten und tun schon jetzt alles dafür, damit es dem ungeborenen Baby gut geht.

Haben Sie dabei auch an Ihre Zahngesundheit gedacht? Bereits im Mutterleib kann das Ungeborene von Karies und Parodontitisbakterien beeinflusst werden. Statistiken zeigen, dass eine unzureichende Zahngesundheit der Mutter vermehrt zu Frühgeburten oder Untergewicht beim Säugling führen kann. Wir raten daher bereits Frauen mit Kinderwunsch, die eine Familie planen, frühzeitig für eine Prophylaxe zu sorgen. Eine Prophylaxe ist eine Vorsorgemaßnahme und bedeutet in diesem Fall, dass wir in unserer Praxis schauen, ob Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch gesund sind, oder ob es Unterstützung bedarf.

Sind Karies- oder Parodontitisanzeichen vorhanden, sollten diese schon vor einer Schwangerschaft, spätestens aber während der Schwangerschaft, entsprechend behandelt werden. Sind Sie schwanger, sprechen Sie uns in unserer Praxis in Frankfurt am Main gerne darauf an. Wir werden dies dann in unserer Untersuchung und Behandlung berücksichtigen und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Um die Zähne zu unterstützen raten wir gerade Schwangeren auch dazu, eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch zu nehmen. Diese Vorsorgemaßnahme ist ausgesprochen sinnvoll, um die Zahngesundheit zu erhalten. Das haben inzwischen auch einige gesetzliche Krankenkassen verstanden, sodass manche von ihnen sogar die Kosten hierfür übernehmen.

Sprechen Sie uns hierzu an! Wir können Ihnen sagen, welche Krankenkasse welche Kosten übernimmt

Doch um für Sie und Ihr Baby vorzusorgen, müssen Sie nicht ausschließlich unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Auch Zuhause können Sie Ihre Mundgesundheit Ihrem Baby zuliebe unterstützen. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie sich ausgewogen ernähren. Der Vitamin- und Mineralstoffbedarf steigt während der Schwangerschaft deutlich an, weswegen es gerade jetzt wichtig ist, ein Augenmerk auf die Ernährung zu legen.

Entgegen der landläufigen Meinung müssen Sie nun aber nicht für zwei essen. Tatsächlich bleibt der Energiebedarf, also der Bedarf an Kalorien, einer Frau während der Schwangerschaft weitgehend gleich. Der Nährstoffbedarf ist hingegen fortan ungleich höher. Verzichten Sie daher wann immer möglich auf süße oder fettige Speisen. Diese Nahrungsmittel geben Ihnen nicht ausreichend Vitamine und Mineralstoffe, sondern füllen nur den Magen.

Natürlich wissen wir, dass es gerade bei der großen Hormonumstellung und den psychischen und physischen Veränderungen, die der weibliche Körper während der Schwangerschaft durchmacht, nicht immer einfach ist, auf die eine oder andere Nascherei zu verzichten. Unser Tipp daher: Greifen Sie einmal öfter zur Zahnbürste und putzen Sie die Zähne nach einem solchen Genuss. Das schützt nicht nur Ihre Zähne zusätzlich, sondern hat häufig gleichzeitig den positiven Nebeneffekt, dass Sie das eine oder andere Mal auf den Extraaufwand – und somit auf die Nascherei – verzichten möchten.

Morgenübelkeit ist ein häufiges Phänomen, gerade in den ersten Monaten einer Schwangerschaft. Beim Erbrechen sind die Zähne der Magensäure ausgesetzt und werden vor eine zusätzliche Herausforderung gestellt. Manchmal kann es hilfreich sein, die Übelkeit jeden Morgen abzuwarten, ehe Sie zur Zahnbürste greifen. Sie putzen dann die Magensäure weg und reizen den Rachenbereich durch die Putzbewegungen nicht noch zusätzlich.

Viele Schwangere leiden zudem schneller einmal unter Zahnfleischbluten. Das ist eine häufige Begleiterscheinung und sollte Sie nicht weiter beunruhigen. Dennoch sollten Sie es im Auge behalten und uns bei häufigeren Blutungen am Zahnfleisch aufsuchen. Das Zahnfleischbluten kann auch in Zusammenhang mit einer Gingivitis (Zahnfleischentzündung) oder einer Parodontitis stehen. In diesem Fall wird eine Behandlung notwendig. Wir beraten Sie bei Art of Dental Care gerne und gehen Ihren Zahnfleischproblemen auf den Grund. Denn auch uns liegen Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihres Babys auf dem Herzen.

Übrigens: Nach der Geburt stehen Sie vor der Aufgabe, auf die Zahngesundheit ihres Kindes zu achten. Bei Babys besteht diese Vorsorge vor allem darin, ihrem Kind keine gesüßten Tees oder Säfte über die Nuckelflasche anzubieten – und am besten ganz auf diese zu verzichten. Ansonsten kann Nuckelkaries entstehen, der die Milchzähne ihres Kindes schon kurz nach dem Durchbrechen befällt. Frühe Karies verursacht Ihrem Kind nicht nur unnötige Schmerzen, sondern kann durch den vorzeitigen Zahnverlust auch zu späteren Zahnfehlstellungen und damit verbundenen Folgeerkrankungen beitragen.


Prophylaxe bei Kindern

Ihre Sorgen um die Gesundheit Ihres Kindes gehen natürlich weit über die Geburt hinaus. Sie wünschen sich eine gute Zahn- und Zahnfleischgesundheit für Ihr Kind – und können hierzu viel beitragen. Zum Beispiel, indem Sie schon das Kleinkind bei Ihren eigenen Kontrollbesuchen bei uns mit in die Praxis bringen. Ihr Kind wird sich auf diese Weise an die ungewöhnlichen Geräusche und Gerüche in der Praxis gewöhnen. Auch unser kinderfreundliches Praxispersonal ist ihm dann nicht mehr fremd.

Mit Durchbrechen des ersten Milchzahnes sollten Sie schließlich zuhause mit der Zahnpflege beginnen. Verwenden Sie dazu eine kleine, runde Bürste mit weichen und abgerundeten Borsten. Diese fühlt sich im kleinen Kindermund angenehm an und wirkt sich auch schonend auf das noch sensible Zahnfleisch aus. Auf die Zahnbürste gehört eine maximal erbsengroße Menge einer kindgerechten Zahnpasta.

Bei der Auswahl der Zahnpasta für Ihr Kind gibt es einiges zu beachten. Da wäre zum einen der Fluoridgehalt, der altersgerecht angepasst sein sollte. Achten Sie hier auf die Auswahl in Ihrem Drogeriemarkt.

Beim Zähneputzen haben Kleinkinder selbstverständlich noch nicht so viel Geduld. Dennoch sollten Sie das tägliche Zähneputzen zur Routine machen. Das erspart so manche Diskussionen und macht den Vorgang langfristig für Ihr Kind natürlich und stressfrei.


Putzen mit KAI

Mit vier Jahren beginnt Ihr Kind langsam, die Wichtigkeit des Zähneputzens zu verstehen. Und es kennt vielleicht schon ein paar erste Buchstaben. Das machen wir uns in unserer Praxis zunutze, indem wir Ihrem Kind einfühlsam und altersgerecht die KAI-Methode erklären.

Bei dieser Methode werden die Zähne in drei Bereiche aufgeteilt. Die Kauflächen (K), die Außenflächen (A) und die Innenflächen (I). Mit dieser Methode fällt es den Kindern leichter, an alles zu denken und jeden Zahn mit der Zahnbürste zu erreichen. Außerdem bringt das kleine Buchstabierspiel den Kinder Spaß und motiviert sie zusätzlich.

Auch im Vorschulalter sollten Sie weiterhin zu einer fluoridhaltigen Zahnpasta (maximal 500 ppm) greifen. Zusätzlich empfiehlt es sich, bis zur ersten Klasse immer noch einmal nachzuputzen, nachdem die Kinder eigenständig die Zähne geputzt haben.

Tipp: Putzen Sie mit Ihren Kindern gemeinsam vor dem Spiegel die Zähne. So sehen Sie genau, welche Flächen das Kind vernachlässigt und können dieses freundlich ermuntern, auch hieran zu denken.

Dass Süßigkeiten zugunsten der Zahngesundheit eine Ausnahme bleiben sollten, versteht sich von selbst. Besser als die zuckerbeladenen Naschereien sind Produkte mit dem kleinen Zahnmännchen mit Schirm. Aus Sicht der gesunden Ernährung ist es zudem angeraten, Obst und Gemüse in naschgerechte Formen zu schneiden und diese als Snack anzubieten.